Food.Blog.Meet – Angelegt im Düsseldorfer Medienhafen

Ach ne, war datt schön! Am 05.05.2018 hatte ich die Ehre am Food.Blog.Meet in Düsseldorf teilzunehmen. Für mich als Lintorfer quasi ein Heimspiel. Bei bestem Wetter ging es in die Kochschule im Medienhafen. Dort stand für alle Teilnehmer ein umfangreiches Programm auf dem Plan.

Aber was ist eigentlich das Food.Blog.Meet? Vielleicht sollte ich das ganz kurz erklären. Das Food.Blog.Meet ist eine Veranstaltung von Bloggern für Blogger. Theres und Benni von Gernekochen, sowie Torsten und Sascha von Die Jungs kochen und backen, haben diese tolle Idee bereits letztes Jahr ins Leben gerufen. In einer tollen Atmosphäre kommen Foodies und Sponsoren zusammen und erleben einen informativen und vor allem spaßigen Tag miteinander.

Programm Food.Blog.MeetDa es für mich die erste Veranstaltung dieser Art war, war die Aufregung natürlich besonders groß. Endlich Gleichgesinnte treffen, die das Kochen und kreativ sein genauso lieben wie ich. Und so war es dann auch. Den ein oder anderen Foodie kannte ich schon vom Schreiben über Instagram und die Stimmung war von Anfang an so, als würde man sich schon ewig kennen. Themen hatte man natürlich auch gleich genug. Was sind deine Lieblingsmesser? Wie machst du deine Fotos? Hast du dich schon mit der DSGVO (entschuldigt das Tapuwort) auseinandergesetzt?

Als wäre das meeten mit all den netten Leuten nicht schon genug, haben die Jungs und Mädels vom Food.Blog.Meet noch für ordentlich Programm gesorgt. Neben dem eigentlichen gemeinsamen Kochen des 3 Gänge Menüs, gab es super spannende Workshops und Darbietungen zahlreicher Kooperationspartner.

Nachfolgend versuche ich euch ein bisschen durch den Tag zu führen, damit auch ihr euch einen Eindruck vom Food.Blog.Meet machen könnt. Vielleicht habt ihr ja einen kleinen Foodblog und wollt beim nächsten Mal auch dabei sein. Ich kann es jedenfalls nur jedem Foodie empfehlen.

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Die nachfolgenden Berichte können als werblich interpretiert werden. Ich möchte dennoch klar stellen, dass ich nur positive von Produkten, Dienstleistungen o.ö berichte, wenn ich auch wirklich selbst davon überzeugt bin.

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Wer war da?

Logo Microplane Logo Beefer Logo Zwilling Logo Eatventure Logo Ufop Logo Pfeffersack & Soehne Logo Mineralwasser

 

Schneidkurs mit Zwilling

Los ging es mit einem Schneidkurs, der von zwei netten Mädels der Firma Zwilling durchgeführt wurde. Nach einer kurzen Einführung in die Welt der Messer ging es auch gleich ans Eingemachte. Unglaublich was man beim „einfachen“ Gemüseschneiden so alles falsch machen kann. Angefangen beim Halten der Messer bis hin zum richtigen Führen. Zwar war mir vorher schon klar, dass man die Fingerkuppen besser nicht direkt unter das Messer legt, aber wie man mit dem Krallengriff dann auch gleichzeitig das Schneidgut noch richtig führt, war mir im Detail so nicht bewusst. Jedenfalls hatte es mir noch nie jemand in der Praxis erklärt und gezeigt.

Messer von ZwillingMesser von Zwilling

Hat man den Dreh dann erst mal raus, wie man Messer und Schneidgut richtig hält und führt, geht das eigentliche Schneiden von fast alleine. Mit ein bisschen Übung ging es dann auch recht flott voran. Klar, man hat natürlich sofort gemerkt, dass man mit dem Kochmesser von Zwilling Pro auch echte Qualität in der Hand hat. Das ausbalancierte Messer fliegt fast von alleine durch das Schneidgut. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass in der Give-Away-Tüte der kleine Bruder, das Zwilling Pro Compact, versteckt war. Das kommt nun fast täglich zum Einsatz. Besonders informativ fand ich noch die Erklärungen und Übungen zum Thema Messerpflege. Auch eins der besten Messer der Welt, gibt schnell den Geist auf, wenn es nicht regelmäßig gepflegt und geschliffen wird. Und mit regelmäßiger Pflege ist wirklich mindestens wöchentlich gemeint, wo der Wetzstab zum entgraden der Klinge zum Einsatz kommt. Das eigentliche Schleifen auf Keramik macht man dann nach Bedarf. Wer sein Messer viel benutzt, sollte dies aber auch alle paar Wochen tun. Damit die Klingen nicht so schnell stumpf werden, empfiehlt sich auch die richtige Unterlage. Holz oder weicheres Plastik eignen sich am besten.

 

Gewürzseminar mit Pfeffersack & Soehne

Fast jedes Schneidgut braucht dann natürlich auch die richtige Würze, bevor es in den Magen wandert. Welche sich da am besten eignen, hat uns Christian von Pfeffersack & Soehne gezeigt. Als erstes sind mir aber die schön designten Tonbehälter aufgefallen, in dem die Gewürze waren. Schlicht, massiv und einfach hochwertig. Die stellt man sich gerne präsent auf die Küchentheke.

Pfeffersack und Soehne Behälter

Christian hat uns dann mit auf seine Reise durch die Welt der Gewürze genommen. Wirklich eine Welt für sich, die definitiv nicht in ein paar Sätzen zusammengefasst werden kann. Aus diesem Grund werde ich zusammen mit ein paar anderen Foodies vom Food.Blog.Meet einen weiteren Workshop von Pfeffersack & Soehne besuchen. Das kann ich euch auch nur ans Herz legen, denn grade bei Gewürzen, Kräutern & Co.  gibt es soviel zu erfahren. Es geht nicht nur um Qualität, sondern auch um fairen und nachhaltigen Anbau.

In der Kürze möchte ich euch aber bereits im Vorfeld ein paar wichtige Dinge zum Thema Qualität, Lagerung und Verarbeitung mitgeben, die ich für mich aus Christian’s Vortag mitgenommen habe.

Wichtigste Erkenntnis in Sachen Qualität war, dass Gewürze in Pulverform in den meisten Fällen nur Gewürze dritter Wahl sind. Wer also Pulver kauft, kann davon ausgehen, dass er nicht die beste Qualität bekommt. Eigentlich auch logisch, wenn man sich vor Nasen führt, dass Gewürze nur dann das ganze Aroma preisgeben, wenn man sie kurz vor Verwendung mit dem Mörtel zerstoßen hat. Hält man also mal die Nase an ein Pulver und parallel an ein frisch zerstoßenes Gewürz, der merkt den Unterschied sofort. Man kann sich also beim Kauf getrost auf seine Sinne verlassen. Sieht das Gewürz gut aus und durftet es intensiv? Das merkt man sofort, wenn man die kleinen schwarzen Töpfchen von Pfeffersack & Söhne auf macht. Ich bin aus dem Riechen gar nicht mehr rausgekommen. Unfassbar, was da alles geboten wird. Gefreut hat mich, dass wir eins der kleinen Schätze, nämlich das Orientsalz, mit nach Hause nehmen durften.

Lagern sollte man seine Gewürze vor allem dunkel, trocken und in gut abgedichteten undurchsichtigen Behältern. Zimmertemperatur ist absolut in Ordnung, wer aber alles rausholen will, der lagert seine Gewürze bei 10-15 Grad.

Beim eigentlichen Würzen sollte man darauf achten, dass dies zum richtigen Zeitpunkt passiert. Vor allem beim Grillen oder Braten kommen die Gewürze erst ganz zum Schluss hinzu, weil durch die hohen Temperaturen die Gewürze sonst verbrennen oder verfliegen und das Aroma nicht richtig abgeben können. Mariniert ihr euer Grillfleisch sollte man dies früh genug tun. Gewürze entfalten am besten ihr ganzes Aroma, wenn sie lange einziehen konnten. Salz sollte immer dabei sein, weil es den Fleischsud rauszeiht und nach einer gewissen Zeit zusammen mit Sud und Gewürzen wieder ins Fleisch einzieht. Das darf auch gut und gerne mal 1 Woche Zeit in Anspruch nehmen.

Beim Kombinieren von Gewürzen ist natürlich alles erlaubt. Am besten funktionieren Mischungen aber, wenn sie alle menschlichen Geschmacksrichtungen abdecken, sprich Süß, Bitter, Salzig etc.

 

Kochen mit Urs von Ufop

Natürlich durfte auf einem Food.Blog.Meet auch das Kochen nicht zu kurz kommen. Urs von Ufop machte den Chefkoch und wir waren alle seine kleinen Helferlein. Unter anderem wurde Salat geschnibbelt, Lachs filitiert und natürlich ganz viel Fleisch gebraten. Zwischendurch gab es einen weiteren Vortrag zum Thema Rapsöl.

Kochen mit Ufop Lach filetieren  Lachs kochen

 

Reiben mit Microplane

Oh mein Gott, ich bin immer noch ganz aus dem Häuschen. Mit meiner Insta-Story über Microplane am Tag der Veranstaltung habe ich die komplette Master Series von Microplane gewonnen. Sind ja nur Reiben, denkt sich jetzt vielleicht der ein oder andere. Nee, eben nicht. Messerscharf sind die Dinger und wer beispielsweise mal eine Zitrone über so eine Reibe zieht, der merkt sofort den Unterschied. Nicht nur weil es deutlich leichter von der Hand geht, wie bei herkömmlichen Reiben, nein, vor allem weil man wirklich abgeschnittenen Zitronenabrieb bekommt. Keinen Zitronenmatsch oder verklebte Messerchen. Man sieht richtig die ätherischen Öle, die die kleinen Stückchen ummanteln.

Microplane Reiben

Und ganz ehrlich, wer findet seine Reibe, die Zuhause in der Schublade liegt, wirklich schön? Also ich jedenfalls nicht. Die Reiben von Mircroplane sind aber ein echter Hingucker und liegen hochwertig in der Hand. Gleiches gilt für die Muaskatnuss- und Chilimühle. Ihr merkt schon, ich schwärme ein wenig. Ja, das ist so. Nicht weil ich diese gewonnen habe, ich war auch vorher schon überzeugt. Aber überzeugt euch selbst!

 

Wasser-Tasting mit dem Informationszentrum dt. Mineralwasser

Bevor das große Essen losging, gab es noch eine ausführliche Einführung in die Welt der Mineralwasser. Lacht nicht! Zugegeben, ich hab es im Vorfeld auch etwas belächelt, aber wer mal ein Workshop mitgemacht hat, der wird erstaunt sein, welche Unterschiede verschiedene Mineralwassersorten haben können. So lässt sich neben dem Wein und Bier auch das passende Wasser zum Essen finden. Auch in unterschiedlichen Tages- und Lebenssituationen sollte man darauf achten, zu welchem Wasser man greift.

 

3 Cuts vom Rind mit eatventure

David von eatventureGespannt standen alle um die große Küchentheke herum, als David seinen Story über eatventure und seine Leidenschaft für Fleisch erzählte. Der Mann ist mit Herz dabei, dass merkt man sofort! Viel Durchhaltevermögen war nötige, um auch den Letzen davon zu überzeugen, dass qualitativ hochwertiges Fleisch nicht immer aus den USA, Japan oder anderen Ecken der Welt kommen muss, sondern direkt vom Bauern um die Ecke – in Deutschland. Regionalität steht für eatventure also mit an erster Stelle. Aber nicht nur das, auch die das stressfreie Leben und spezielle Fütterungspläne werden zusammen mit den Züchtern aus Deutschland sichergestellt, was sich natürlich positiv auf die Fleischqualität auswirkt. Neben diesen Faktoren liegt die Kunst für das perfekte Steak aber vor allem in der Reifung. Je nach Fleischart und Rasse setzt eatventure individuelle Dry-Aging-Verfahren ein – alles lang ausgeklügelte Vorgehensweisen. Schockgefrostet kommen die leckeren Happen dann zu einem nach Hause, nachdem man sie bequem online bestellt hat.

Beim Food.Blog.Meet konnte ich mich selbst von der Qualität überzeugen. Neben den auf dem Beefer gegrillten Rib-Eyes gab es Flank-Steak und Brisket aus dem Ofen. Auch für David war dies eine neue Erfahrung, aber der Versuch im Ofen ist mehr als geglückt.

Ich für meinen Teil hab schon die nächste Bestellung bei eatventure aufgegeben. Die Resultate findet ihr natürlich demnächst hier auf meinem Blog.

Flank Steak eatventure Rib-Eye eatventure Rib Eye Steak

 

Beefer, bitte heirate mich!

Glaubt ihr an die Liebe auf den ersten Blick? Nee? Habe ich bisher auch nicht. Seit dem Food.Blog.Meet bin ich aber davon überzeugt, dass es sie wirklich gibt. Wir haben uns angesehen, uns berührt und dann zusammen Fleisch gegrillt, und zwar bei verdammten 800 Grad. Ja, 800 Grad! Lava wird zwischen 500 und 1.200 Grad heiß. Habt ihr in Hollywood-Streifen mal gesehen was mit Dingen passiert, die von heißer Lava überrollte werden? Und jetzt stelle man sich vor man tunkt nur mal gaaanz kurz sein Porterhouse Steak in diese Lava. Knusprig oder?

Ich habe natürlich vorher schon viel über den Beefer gelesen und gehört, aber noch nie damit gespielt und erst recht nicht ein Stück Fleisch daraus probiert. Beim Food.Blog.Meet hatte ich dann endlich mal die Gelegenheit dazu. Also, Gasflasche des Beefer Pro auf, die Zündung gedrückt und ab dafür…leichter und schneller geht es kaum. Die dicken Rib-Eyes von eatventure waren in null Komma nix von beiden Seiten knusprig. Zieht man das Fleisch langsam aus der Höllenmaschine heraus, sieht und hört man es noch knistern. Junge, Junge, was habe ich eigentlich vorher gemacht? Ich hätte nicht geglaubt, dass das schnelle Erhitzen einen solchen Unterschied zum „normalen“ grillen machen kann. Absolut göttlicher Foodporn!

Der Beefer

Die Sache ist für mich gebongt, das Ding zieht bei mir ein. Natürlich ist der Beefer preislich kein Schnapper, aber es lohnt sich echt, vor allem wenn man wie ich Fleischfanatiker ist. Ich sehe mich jetzt schon im Garten prallend vor meinen Freunden stehen „Ja, das ist ein Beefer! Der läuft mit Propan und wenn ihr gleich mein Fleisch im Mund hattet, nennt ihr mich ab heute Meatgod.“ Nicht nur Fleisch, sondern auch jegliches anderes Grillgut, was einem in die Finger kommt, kann von der in der Decke des Beefers integrierten Sonne gebrutzelt werden. Hier tun sich ganz neue Geschmackserlebnisse auf. Vielleicht mal eine schnelle Schokobanane mit karamellisiertem Rohrzucker?

Ich muss jetzt nur noch Zuhause erklärt bekommen, dass der Urlaub dieses Jahr etwas spartanischer ausfällt. Dann gibt’s am Strand halt mal kein Eis. Schokobananen sind ja eh viel leckerer. Da fällt mir ein, gibt’s den Beefer eigentlich auch in der Travel-Version?

Wer die Chance hat das feuerspeiende Monster auf einer Messe, bei Freunden oder sonst wo mal in Aktion zu erleben, der sollte diese Möglichkeit wahrnehmen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein, denn euer Gaumen wird laut DANKE schreien. Versprochen!

In love with a machine

Daniel mit Beefer

 So, das war mein Tag beim Food.Blog.Meet in Düsseldorf. Ich hoffe ihr konntet einen kleinen Eindruck gewinnen. Vielleicht sieht man sich dort ja mal. Das nächste Food.Blog.Meet ist übrigen am 07.07.2018 in Hamburg.

Food.Blog.Meet Hamburg

Danke für den tollen Tag

 

Written by Waterman