Fried Chicken & Cream – Willkommen in den Südstaaten

„And a little bit of chicken fried, cold beer on a friday night…“ Wer auf Country Music steht, der wird diesen Ausschnitt aus einem berühmten Song kennen. Im Redneck Country, also den Südstaaten der USA, ist Fried Chicken fast schon eine Religion. Kein Wunder, dass man also nicht nur ein Rezept dazu im World-Wide-Web findet.

Ich habe versucht ein Original-Rezept zu finden, aber das behauptet natürlich jeder von seinem Rezept. Nun gut, dann lehnen wir uns halt ans „Original“ an und machen unser eigenes Ding draus.

Klar ist, dass es mit ein bisschen Panade und ab in die Fritteuse nicht getan ist. Das Fried Chicken der Country Boys ist nicht mit einem Putenschnitzel oder den kleinen frittierten Hähnchenhäppchen der Fast-Food-Ketten zu vergleichen…das ist ganz weit weg davon.

Packen wir es an. Fried Chicken & Cream!

 

Zutaten

  • 200 g Hähnchenbrust
  • 1,5 L Sonnenblumenöl
  • 200 g Buttermilch
  • 1 Ei
  • 5 EL Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 2 TL Knoblauchpulver
  • 2 TL Steakpfeffer (ich hab den von Blockhaus genommen)
  • 2 TL Oregano
  • 1 TL Cayenne Pfeffer
  • 1 TL Salz
Für die Cream
  • 250 ml Milch
  • 1/2 Becher Crème Fraiche
  • 1 EL Butter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 2 TL Mehl
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer

 

Zubereitung

Damit das Fried Chicken schön zart wird, muss das Fleisch einen Tag zuvor eingelegt werden. Es geht auch am selben Tag, besser ist aber immer über Nacht. Aber der Reihe nach…

Die Hähnchenbrust von überflüssigem Fett befreien und anschließend in etwa 10 cm breite Stücke schneiden. Die Hähnchenteile nebeneinander legen und mit etwas Frischhaltefolie abdecken. Mit einem Topf oder einer Pfanne alle Hähnchenteile mit 2-3 Schlägen platt klopfen. Nicht zu feste, wir wollen kein Wienerschnitzel machen.

Das geräucherte Paprikapulver sowie Knoblauchpulver, Steakpfeffer, Oregano und Cayenne Pfeffer in eine Schüssel geben und miteinander vermengen.

In einer weiteren Schüssel oder besser einer verschließbaren Tupperdose (ausreichend groß für alle Hähnchenteile) die Buttermilch mit dem Ei verrühren.

Etwa 2 TL von der Gewürzmischung und Salz zu der Buttermilch mit dem Ei geben und vermengen.

Die Hähnchenteile in die nun fertige Marinade legen und über Nacht im Kühlschrank aufbewaren.

Am nächsten Tag in einer Schüssel das Mehl mit dem Backpulver sowie der Gewürzmischung vermengen. Etwa 2-3 EL der Marinade, in der die Hähnchenteile lagen, hinzugeben und mit den Händen verkneten. Die Masse sollte jetzt etwas feucht und bröselig sein.

Die Hähnchenteile nun etwas abtropfen lassen und in der Panade wenden, bis alle Seiten bedeckt sind. Dabei ist es völlig normal, dass teilweise auch etwas größere Brösel haften bleiben. Das ist gut so und bringt den „crunch“.

Das Öl entweder in einer Fritteuse oder in einem großen Topf erhitzen. Die perfekte Temperatur liegt bei ca. 170-180°C.

Sobald das Öl heiß ist (Löffeltest), die Hähnchenteile ganz vorsichtig in das Öl legen und frittieren bis das Fried Chicken knusprig braun ist.

Während die Hähnchenteile vor sich hin frittieren, widmen wir uns der Cream.

Dazu erhitzen wir die Butter in einem kleinen Topf bis sie flüssig ist. Anschließend geben wir die kleingehackte Zwiebel sowie Knoblauch dazu.

Sind die Zwiebeln glasig rühren wir langsam das Mehl unter die Butter. Die nun feste Masse verrühren wir mit der Milch und dem Crème Fraiche. Gebt solange Milch hinzu bis die Cream auch cremig ist.

Mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Zitronensaft abschmecken.

Dazu selbstgemachte Pommes oder etwas Coleslaw und ihr habt das perfekte Südstaaten-Flair.

Written by Waterman