Roastbeef – Santa Maria Style

Dieses Gefühl der Aufregung, welches du verspürst, wenn du dein Roastbeef vom Grill nimmst und es anschneidest. Wie das Messer durch das Fleisch gleitet und der Saft am rosa-roten Innenstück herunterläuft. Hauchdünn, ganz hauchdünne Scheiben fallen ab. Dazu der himmlisch intensive Geruch von Rauch und Gewürzen. Zu jeder Tag- und Nachtzeit willst du davon speisen. Warm oder kalt, ganz egal.

Naa, Speichelfluss?

Ich hatte mal wieder Bock auf eine etwas längere Grill-Session, also hab ich mich für ein Stück Roastbeef entschieden. Grundlage bildete ein Stück irisches Rindfleisch, welches mich in der Auslage beim Metzger anlachte. Diese spontane Idee hat ein paar Taler gekostet, aber das war es wert. Qualität darf halt auch seinen Preis haben.

Aus dem Netz hatte ich mir mal ein paar Rubs auf die Merkliste gepackt. Aus der großen Auswahl habe ich mich letztendlich für einen einfachen Santa Maria Rub entschieden. Einfach, weil gar nicht soviel Gewürze zum Einsatz kommen, diese aber dennoch für genug Bums sorgen.

 

Equipment

  • Gasgrill
  • Thermometer
  • Aluschale
  • Hickory Holzchips

 

Zutaten

  • 1,5 kg irisches Rindfleisch aus der Lende
  • 1 EL grobes Meersalz
  • 1 EL schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Knoblauchpulver
  • 1 EL Zwiebelpulver
  • 1 EL Oregano
  • 1 EL Rosmarin
  • 1 TL Cayenne Pfeffer
  • 2 zerstampfte Nelken
  • Olivenöl

 

Zubereitung

Rezeptlegende

Wichtig: Wir beginnen, wie so oft, am Vortag das Roastbeef zu marinieren. Zur Not reicht es auch, wenn ihr 3-4 Stunden vor dem Grillen anfangt. Ich empfehle aber die Übernachtung im Kühlschrank, da die Gewürze dann ausreichend Zeit haben ihr Aroma an das Fleisch abzugeben.

Wir beginnen also damit alle Gewürze in eine kleine Schüssel zu geben und alles gut miteinander zu vermengen.

Das Roastbeef tupfen wir gründlich ab und beschmieren es dann mit den Händen mit etwas Olivenöl. Das sorgt dafür, dass der Rub besser am Fleisch hält. Den fertigen Rub massieren wir nun sorgfältig in die Oberfläche des Roastbeef ein, bis alles schön bedeckt ist.

Rohes Stück Roastbeef

Anschließend umwickeln wir das gute Stück ganz eng mit Frischhaltefolie. Dann gehts ab in den Kühlschrank. Gute Nacht!

Etwa 1-2 Stunden vor dem Grillen nehmen wir das Roastbeef aus dem Kühlschrank. So kann es etwas auf Zimmertemperatur kommen.

In der Zwischenzeit legen wir auch die Holzchips für ca. 1 Stunde in Wasser ein, bevor wir sie dann in ein kleines Räucherpäckchen aus Alufolie packen. In das Päckchen machen wir dann auf der Oberseite mit einem Messer 4-5 Löcher. Daraus soll es nachher qualmen.

Den Grill drehen wir jetzt erst mal volle Kanone auf, denn wir wollen das Roastbeef zunächst von beiden Seiten scharf anbraten. So bekommen wir Röstaromen an das Fleisch. Das ganze machen wir nicht länger als 3-4 Minuten pro Seite.

Hat das Roastbeef von Außen eine schöne bräune, legen wir es in der Aluschale auf das Rost. Die Hitze reduzieren wir nun auf fast die niedrigste Stufe. Direkt unter dem Roastbeef machen wir die Flamme komplett aus. Auf die andere Seite legen wir das Päckchen mit den Holzchips, direkt über die Flamme. Diese sorgen für ein leichtes rauchiges Aroma. Die Umgebungstemperatur im Grill soll nun bei 80-90°C gehalten werden. Unser Stück Roastbeef ist dann bei einer Kerntemperatur von 57°C soweit. Zumindest ist das meine perfekte Kerntemperatur. Wer es noch etwas röter mag, macht schon bei 55°C Schluss.

Roastbeef auf dem Grill mit Holzchips zum räuchern

Ihr könnt jetzt gute 1,5-2 Stunden entspannen oder aber auch andere Dinge vorbereiten. Ich habe beispielsweise in der Zwischenzeit ein paar Zwiebel angebraten und ein paar Buns gebacken, um mir nachher einen Roastbeef-Burger machen zu können.

Karamellisierte Zwiebeln mit Portwein

1 große Zwiebel halbieren und in Streifen schneiden. In einer Pfanne goldbraun anbraten. Anschließend 4 EL braunen Zucker dazugeben und karamellisieren. Mit 5-6 EL Portwein und 1 EL Balsamico ablöschen und so lange weiter köcheln bis alles schön eingedickt ist. Ihr könnt zusätzlich auch noch Champions zu den Zwiebeln geben.

Buns inspiriert durch [BOB]-Food

Bei den Buns habe ich mich durch die Jungs von [BOB]-Food inspirieren lassen. Die haben kürzlich ein Rezept für ein türkisches Fladenbrot zum Besten gegeben. Das Rezept wollte ich direkt bei der nächsten Grillaktion ausprobieren. Ich hab also das Rezept fast 1:1 nach gebacken. Ich hab lediglich kleine Brötchen aus dem Teig geformt und diese etwas 10-15 Minuten länger im Ofen gelassen. Das hatte zur Folge, dass die fertigen Brote dann zwar nicht mehr ganz so fluffig waren, dafür dann aber die perfekte Konsistenz und bräune für ein Burger Bun hatten. Köstlich!

Hier der Link zum Rezept von [BOB]-Food 

Zurück zum Roastbeef. Ist die gewünschte Kerntemperatur im Fleisch erreicht, können wir das Baby vom Grill nehmen und noch mal 20 Minuten ruhen lassen.

Zu guter Letzt, anschneiden, staunen, freuen, genießen.

Statt der karamellisierten Zwiebeln mit Portwein könnt ihr auch diese New York Onions ausprobieren. Ach so, und BBQ Sauce nicht vergessen.

Roastbeef mit Burger Bun

Written by Waterman